Hintergrundwissen: Wer ist eigentlich Kalli?

15.05.2019 10:14

Wissen Sie eigentlich, dass alles mit Kalli anfing? Denn Kalli ist nicht irgendwer… Kalli war unser erster!

Unser Firmengründer und gelernter Landmaschinenmechaniker Wolfgang Japsen hegte schon immer eine Leidenschaft für alte Traktoren. Im Jahre 2006 erwarb er einen Schlüter Typ s 15 B Baujahr 1961 und startete eigenhändig ein ambitioniertes Restaurationsprojekt.

Jedoch war der der Schlüter Typ s 15 B eigentlich kein Trecker mehr, sondern genau genommen nur noch ein verrosteter Haufen Schrott.

In liebevoller Kleinarbeit hat Wolfgang Japsen dann den Schlüter-Traktor restauriert.

Schlüter S 15 B - Schrottreif

Auf den Bildern kann man sehr gut erkennen, dass von unserem "Kalli" wie er ihn liebevoll genannt hat, eigentlich nicht mehr viel übrig war. Kalli fristete sein Dasein in einer dunklen Ecke, irgendwo in einer Scheune und wartete auf seinen "Gnadenschuss". Doch Wolfgang hatte ein Herz für Kalli und nahm die Einzelteile mit nach Hause.

Jedes Teil wurde gesichtet und sortiert und katalogisiert.

Viele Teile waren leider unwiederbringlich kaputt und so fing für Wolfgang Japsen die Recherchearbeit an.

Einige Teile konnte er selbst in Onlineshops und bei Ebay erwerben. Aber es gab auch viele Teile, die er nirgendwo kaufen konnte.

Spezialwissen erforderlich

Er nahm über das Internet und in speziellen Foren Kontakt zu Schlüter- oder Traktor-Fans aus der ganzen Welt auf und stellte schnell fest, dass viele Ersatzteile für den Schlüter nicht mehr hergestellt wurden. So war er gezwungen, diese fehlenden Schlüterteile selbst herzustellen.

Mit Hilfe von technischen Zeichnungen, die er von anderen Schlüter-Fans bekam, wurden die Schlepper-Bauteile, die nicht mehr erhältlich waren, rekonstruiert und nachgegossen. Und es wurden Maße abgenommen, Bleche gebogen und Kabelbäume restauriert und eine ganz neue Elektrik verlegt.
Die Teile des alten Schlüter Typ s 15 B Baujahr 1961, die noch brauchbar waren, wurden gereinigt, sandgestrahlt und neu lackiert.

Einzelne Arbeitsschritte bei der Restauration

Restaurierte Ersatzteile und Sandstrahlen

(von Links oben: 1.) Konstruktionszeichungen wurden gewälzt. 2.) Gut erhaltene Teile wurden sortiert und gereinigt. 3.) Die Bleche der Motorabdeckung wurden repariert oder nachgeformt.
4.) Sandgestrahlte Einzelteile. 5.) Die charakterischtische Front des Schlüter, sandgestrahlt. 6.) Kleinteile grundiert und lackiert )

Einzelteile des Schlüter und Zusammenbau Von links oben: 1.) Bolzen, Hubarm und Spannvorrichtung wurden nachgebaut. 2.) Zusammengebauter Motor mit nachgebauten Teilen. 3.) Vorderachse restauriert und eingebaut. 4.) Sitz restauriert und weitere Teile eingebaut. 5.) Halterung für Hydraulikpumpe nachgebaut. 6.) Zugmaul und Hydraulikteile eingesetzt.

Schlüter S 15 B in Einzelteilen restauriert

Von links oben: 1.) Restaurierte und lackierte Karosserie. 2.) Karosserie und Fahrwerk zusammengebaut mit Motor und Reifen 3.) Typenschild des restaurierten Schlüter S 15b wieder angebracht. 4.) Nachgebaute Ackerschiene am Unterlenker 5.) montiertes Frontblech. 6.) frisch lackierte Kotflügel montiert.

Der fertige Schlüter Typ S 15b nach der Restauration

trecker schlepper schlueter s15b restauriert

Während der Konstruktionsphase wurden viele Elemente aus technischen Gründen mehrfach hergestellt. Und da Herr Japsen durch seine eigenen Recherchen wusste, wie begehrt einige Ersatzteile für den Schlüter waren, hat er die überzähligen Ersatzteile bei Ebay eingestellt.

Diese waren sofort verkauft und Herr Japsen hat die Teile dann in kleiner Menge nachproduziert und auch wieder schnell abverkauft.

80.000 Verkäufe später ist aus dieser kleinen Idee eine GmbH & Co. KG  geworden. Und aus dem "Wohnzimmerbetrieb" wurde über die Jahre eine "richtige" Firma mit eigenen Angestellten in Büro, Vertrieb, Marketing, Lager, Verpackung und mehreren Schweißern in der eigenen Werkstatt.

Inzwischen verkauft WoWieAgrarTechnik nicht nur Schlüter-Ersatzteile sondern eine breite Palette an Schlepperzubehör und -Ersatzteilen, Anbaugeräten für die Front-und Heckhydraulik, ist Vertriebspartner für namhafte Marken-Gabelzinken und erweitert das Sortiment stetig.


 

Und Kalli? Der steht jetzt im Museum. Sozusagen. Ein Sammler und Schlüter-Liebhaber in der Nähe von Bremen hat Kalli Obdach gegeben. So steht er geschützt und trocken und wenn schönes Wetter ist, darf ein auch mal ein bisschen arbeiten.


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